
Wir Express-Kurier*innen verlieren unsere Jobs, weil die Lieferplattformen an kriminogene Schein-Subunternehmen auslagern! Wie können wir das stoppen?
Das Lieferando Workers Collective (LWC) petitioniert für die direkte Anstellung von uns Express-Kurier*innen bei Lieferplattformen wie Lieferando, Wolt, UberEats & Co.
Die Bundesregierung (CDU, CSU & SPD) will Lieferplattformen nicht dazu zwingen, die Vergabe von Aufträgen an kriminogene Schein-Subunternehmen zu beenden!
Schein-Subunter-nehmen müssen verboten werden!
Genau wie in der Fleischwirtschaft bereits erfolgreich!
Wir brauchen deine Hilfe, um das zu ändern!
Wie geht’s weiter?
Was fordert die Petition?
Artikel 3: Sicherstellung des gleichen Schutz-niveaus wie bei einer direkten Anstellung, sowie Gewährleistung einer strengen und umfassenden gesamtschuld-nerischen Haftung (Nachunternehmer- haftung) ohne die Möglichkeit der Entlastung.
Regelmäßige, standartisierte Über- prüfung der Arbeits-, Daten- und Verbraucherschutz- bedingungen von Lieferdiensten. Schutz von Kund*innen und Kurier*innen durch Veröffentlich-ung der Prüfergebnisse mit Prüfampel und LieFair-Siegel.

DIREKT–

ANSTELLUNG

JETZT!
Warum diese Petition?
Lieferando, Wolt, Uber Eats & Co. beschäftigen ihre Kurier*innen nicht direkt – sie lagern die Lieferung an „Flottenpartner“ aus. Uber Eats hat seit dem Markteintritt keinen einzigen Kurier direkt eingestellt. Bei Wolt gibt es kaum noch direkt angestellte Kurier*innen. Lieferando hat seit Anfang 2025 mindestens 2.000 direkte angestellte Stellen abgebaut und plant für 2026 weitere Kürzungen.
Trotz der Auslagerung an Schein-Subunternehmen behalten die Plattformen die volle operative Kontrolle. Die Plattformen legen fest, wann die Arbeit erledigt werden muss. Sie legen die Lieferrouten fest. Sie überwachen die Leistung in Echtzeit. Die Arbeit wird streng von der Plattform kontrolliert, während die rechtliche Verantwortung auf Schein-Subunternehmen und das wirtschaftliche Risiko auf die Kurier*innen abgewälzt wird.
Die Plattformen kontrollieren die Arbeit. Aber sie vermeiden ihre Arbeitgeberpflichten. Wenn Behörden Ermittlungen anstellen, verschwinden die Schein-Subunternehmer. Das ist organisierte Verantwortungslosigkeit.
Nur ein Verbot von Subunternehmen würde diese Fahrlässigkeit stoppen. Eine direkte Anstellung würde die Verantwortung bei den Unternehmen liegen lassen, die die Arbeit kontrollieren.
Das Lieferando Workers Collective (LWC) beschreibt die Subunternehmen als „kriminogenes Umfeld“ oder als mafiähnlich:
Die Schein-Subunternehmen bezeichnen sich oft als „Flottenmanager“. Meistens sind sie nur WhatsApp-Kontakte. Es gibt keine klare juristische Person. Die Kurier*innen wissen nicht, wer verantwortlich ist.
Manche Kurier*innen zahlen bis zu 500 € für Verträge. Andere müssen ihre Verträge „mieten“. Flottenmanager drohen und werden gewalttätig, wenn Kurier*innen sich beschweren.
Die Schein-Subunternehmen zahlen oft über Mittelsmänner in bar aus: keine Steuern, keine Sozialversicherungsbeiträge. Kein Mindestlohn. Kein Krankengeld. Kein echter Schutz.
Nur ein Verbot der Subunternehmen würde diese Scheunachunternehmer beseitigen. Durch direkte Anstellung würden die Plattformen direkt verantwortlich sein.
Lebensmittellieferungen erfordern Hygiene und einen sauberen Umgang. Die Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) und die EU-Hygienevorschriften schreiben die Reinigung und Temperaturüberwachung von Transportbehältern vor.
Oft werden schlecht isolierte Liefertaschen an den Fahrrädern befestigt. Die Fahrräder werden im Freien abgestellt. Die Taschen werden selten gereinigt. Dadurch sind die Lebensmittelbehälter Witterungseinflüssen und Schädlingen (wie Ratten) ausgesetzt. Doch wenn die Zuständigkeiten verteilt sind, haben die Behörden keinen klaren Ansprechpartner für eine wirksame Kontrolle.
Plattformen lagern ihre Arbeitgeberpflichten an Schein-Subunternehmen und Sub-Subunternehmer aus, die verschwinden oder in Konkurs gehen, wenn Probleme auftreten.
Nur ein Verbot von Subunternehmen würde die Verantwortlichkeiten klären. Bei direkter Anstellung wäre ein Unternehmen für die Lebensmittelsicherheit und Verbraucherbeschwerden verantwortlich.
Schein-Subunternehmen bieten keinen Mindestlohn, keinen Mindesturlaub, keinen Kündigungsschutz, kein Krankengeld, keinen Betriebsrat und keine Tarifverträge.
Der Fairwork-Bericht von Deutschland (2025) bewertete UberEats und Wolt mit 0 von 10 Punkten und stellte fest, dass „das Subunternehmermodell keine fairen Arbeitsstandards gewährleistet“.
Das LWC kennt kein einziges Subunternehmen, bei dem Mindestlohn, Mindesturlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Mutterschutz eingehalten werden.
Nur ein Verbot der Subunternehmen würde die Plattform zum rechtlichen Arbeitgeber machen. Durch direkte Anstellung wären Arbeitnehmerrechte durchsetzbar.
Kunden und Kurier*innen von Lieferplattformen haben so gut wie keinen Einfluss darauf, wie ihre Daten erfasst und genutzt werden. Die Plattformen überwachen Kurier*innen und Kund*innen ständig, auch wenn sie die App gerade nicht nutzen.
Zum Beispiel erfasst die „Scoober“-App von Lieferando pro Lieferung rund 39 Datenpunkte, darunter Standortaktualisierungen alle 15–20 Sekunden, was der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg als „eindeutig rechtswidrig“ bezeichnete. In Italien verhängten die Behörden gegen Deliveroo eine Geldstrafe von 2,5 Millionen Euro wegen undurchsichtiger algorithmischer Überwachung und häufiger Standortverfolgung. Die niederländische Behörde verhängte gegen Uber eine DSGVO-Geldstrafe in Höhe von 290 Millionen Euro wegen der unrechtmäßigen Übermittlung sensibler Fahrerdaten in die Vereinigten Staaten.
Die Risiken erstrecken sich auch auf Kund*innen. Durch eine Datenpanne bei Gorillas im Jahr 2021 wurden über eine Million Bestelldaten offengelegt, darunter Namen, Adressen und Fotos von Hauseingängen.
Nur ein Verbot von Subunternehmen würde die Rechenschaftspflicht gegenüber Kunden und Kurier*innen verbessern. Eine direkte Anstellung würde unseriöse Subunternehmer beseitigen, die verschleiern, wer für Datenschutzverstöße haftet.
Mit Schein-Subunternehmen können Plattformen ihre Arbeitgeberverantwortung abgeben. Subunternehmer sind oft nur Strohmänner, wie ein Mann in Posen, der ohne sein Wissen als Wolt-Subunternehmer registriert wurde.
Gleichzeitig verschwinden die eigentlichen „Chefs“ hinter WhatsApp-Nummern. Wenn dein Chef eine WhatsApp-Nummer ist, hast du keine Rechte.
Nur ein Verbot der Subunternehmen würde das Problem lösen, indem Plattformen direkt für die Arbeiter*innen verantwortlich gemacht werden. Eine direkte Anstellung würde sicherstellen, dass es einen echten Arbeitgeber mit fester Adresse und identifizierbaren Verantwortlichen gibt.
RBB Investigativ-Reportage von Fabian Grieger und Jan Wiese vom 02.12.2025
Ganzer Artikel: zeit.de
Quelle: tiktok.com
Quelle: tiktok.com
ArbeitGestalten: „Dass Lohn vorenthalten wird, dass Urlaub vorenthalten wird, im Falle einer Krankheit die Menschen gekündigt werden – statt dass man sagt, es ist ein Arbeitnehmer, für den ich auch Verantwortung trage.“
Rechtsanwalt Martin Bechert: „Dadurch dass sich die Lieferfirmen- oder überhaupt die Plattformunternehmen – rausziehen aus dem operativen Geschäfft, und das dann sozusagen Drittunternehmen überlassen, entwickelt sich da so ein kriminogenes Umfeld, wo ich denke, da müssen wir ran, da muss auch der Zoll ran und das muss auch die Staatsanwaltschaft ran. Ich hab da wirklich auch Mitleid mit den Leuten, die in diese Arbeitsverhältnisse gedrängt werden.“
Quelle: instagram.com
DW Reportage von Kate Ferguson vom 07.02.2026
Warum Direktanstellung?
Caroline Dressel, Professorin für Arbeitsrecht an der HTW Berlin, konstatiert, das System sei so konstruiert, dass Zoll- und Steuerbehörden kaum „durchsteigen“ könnten – Verantwortlichkeiten werden gezielt verwässert.
Dr. Johannes Specht: „Es gibt nicht einzelne Vergehen in der Branche, es gibt nicht einzelne schwarze Schafe, es gibt nicht möglicherweise Vergehen.„
„Können wir nicht mildere Mittel anwenden, um die Branche in den Griff zu bekommen? Nein! Nein können wir nicht! Weil zum einen, die Kontrollmöglichkeiten des Bundes und der Ländern, auch weil das Personal noch nicht ordentlich aufgestockt wurde, nicht in der Lage sind ein Unternehmen zu kontrollieren, eine Plattformwirtschaft zu kontrollieren, deren Arbeitsort die gesamte Stadt ist.“
Mark Baumeister, Referatsleiter NGG: Wir kämpfen schon lange politisch für ein Direktbeschäftigungsmandat.
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat Deutschland einige der schlechtesten Bedingungen für Arbeiter in der Lieferbranche.
Sklavenähnliche Bedingungen werden bisher toleriert.
Wir erwarten, dass Deutschland eine Direktanstellung durchsetzt. Arbeitnehmerrechte sind Menschenrechte.“
Dr. Veit Groß von der Gewerkschaft NGG: „Wir sehen schwere und zunehmende Misstände: Wir sehen vor allem ein strukturelles Problem nämlich Subunternehmerketten, die so verschachtelt und fluide sind, dass eine faktische Kontrolle nicht möglich ist.“
„Das deutsche Wirtschaftssystem hat ein Immunsystem gegen Ausbeutung und dieses Immunsystem besteht aus Gewerkschaften, es besteht aus Betriebsräten und es besteht aus staatlichen Kontrollbehörden. Die Konstruktion von hochkomplexen Subunternehmerketten, die sich ständig wandeln, dient dazu dieses Imunsystem außer Kraft zu setzen und es hat auch keinen anderen Zweck.„
„Wenn ich als Gewerkschaft gar keinen klar identifizierbaren Arbeitgeber mehr gegenüber hab. Wenn die Verantwortlichkeiten zwischen Plattform und mehreren Subunternehmen zersplittern, dann sind Arbeitnehmerrechte nur noch theoretisch vorhanden. Dann gibt es vielleicht auf dem Papier Anspruch auf Mindestlohn, auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, auf Mitbestimmung, aber in der Realität gibt es keine Möglichkeit es durchzusetzen.“
„Aber hier sprechen wir über mehr als Tarifflucht. Sondern hier sprechen wir über das systematische Unterlaufen von gesetzlichen Mindeststandarts.“
Rechtsanwalt Martin Bechert, der viele Kurier*innen vertritt, beschreibt Lieferdienste als „arbeitsrechtliches Versuchslabor“ mit einem „kriminogenem Umfeld“.
„Brutaler Manchesterkapitalismus, der die Rechte von Arbeitnehmern aushöhlt“
„Subunternehmen in der Lieferdienstbranche unterlaufen Arbeitsstandards, entrechten Arbeitnehmer*innen und schaffen „beinahe sklavenartige Systeme““
„Deswegen sind die Erfolgsaussichten für Fahrer, die bei Subunternehmen angestellt sind, leider gering. Die Plattformen nutzen die Auslagerung als Mittel, um ihre Arbeitgeberpflichten zu umgehen. Und an die Subunternehmen kommt man über den Rechtsweg kaum ran, weil es mitunter irgendwelche zwielichtigen Briefkastenfirmen sind.“
„Ich kenne kein Subunternehmen, das seine Mitarbeiter tatsächlich fair behandelt oder alle arbeitsrechtlichen Vorgaben erfüllt. Das ist mir in meiner Praxis noch nicht vorgekommen. Subunternehmen sind ein klassischer Fall, in dem Schwarzgeld erarbeitet wird. Die Unternehmen leisten keine Sozialabgaben, zahlen keinen Mindestlohn und auch keine Steuern.“
„Solche Strukturen existieren, weil staatliche Aufsichtsbehörden ihre Vorgaben und Verbote nicht richtig durchsetzen. Subunternehmen bilden kriminelle Strukturen, die bis zur organisierten Kriminalität reichen. Für manche politischen Entscheidungsträger handelt es sich bei Kurieren scheinbar um Menschen zweiter Klasse. Sonst wäre schon längst etwas gegen diese Strukturen passiert.“
„Bei Subunternehmen werden Fahrer derzeit sogar nicht mal gekündigt, sie fliegen einfach aus der App. Fahrer sind gegenüber den Plattformen und Subunternehmen in einer viel schwächeren Position. Mit der gesamtschuldnerischen Haftung gäbe es eine Chance, fehlende Lohnzahlungen gegenüber der Plattform einzuklagen. Trotzdem ist der Ansatz Flickschusterei. Um arbeitsrechtliche Verstöße zu vermeiden, würde nur eine Direktanstellung an die Plattformen tatsächlich was nützen.„
WZB Forscher Patrick Feuerstein nennt den Wechsel von Lieferando zum Subunternehmermodell ein „absolutes Alarmsignal„.
Der dritte Fairwork-Studie zu Deutschland (2025) bewertete Uber Eats und Wolt mit 0 von 10 Punkten:
“Das Subunternehmermodell, wie es derzeit in der deutschen Plattformökonomie praktiziert wird, gewährleistet keine fairen Arbeitsstandards. In diesem Jahr erhielt keine Plattform, die mit Subunternehmen zusammenarbeitet, auch nur einen einzigen Punkt.”
„Durch das Ausbreiten „schäbiger Subunternehmen“ habe es im Vergleich zur ersten Studie von 2021 „krasse Verschlechterungen“ gegeben, sagt Patrick Feuerstein von Fairwork. Arbeitsverträge, Unfallversicherung oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall seien längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Deutschland stehe in Sachen Arbeitsbedingungen inzwischen selbst im Vergleich zu Indien relativ schlecht da, so Feuerstein.„
Das Hugo-Sinzheimer-Institut (HSI) hat in zwei Gutachten die verfassungsrechtliche und EU-rechtliche Zulässigkeit des Direktanstellungsgebots bestätigt und eine Liste mit acht Kriterien aufgestellt:
„Jedenfalls dort, wo diese Kriterien erfüllt sind, empfiehlt es sich aber, es auch einzusetzen.„
„Direktanstellung statt Ausbeutung“
Ein Rechtsgutachten des Hugo Sinzheimer Instituts (HSI) zeigt:
Das Direktanstellungsgebot, das in der Fleischindustrie gegen prekäre Arbeitsbedingungen wirkt, lässt sich auch auf andere Branchen wie die Paketlogistik übertragen.
Es könnte ein wirksames Mittel sein, um ausbeuterische Subunternehmerketten zu durchbrechen und den Arbeitsschutz für besonders gefährdete Beschäftigte zu stärken.
Nicht zuletzt könnte dann auch Mitbestimmung effektiv ausgeübt werden, was in der Folge auch den Weg für Tarifverträge ebnen könnte.
LWC-Kurier*innen appellieren an die Bundesregierung:
Beenden Sie dieses unmenschliche Leid! Schützen Sie uns Lieferfahrer*innen und die Verbraucher*innen!
WhatsApp-Nummern dürfen KEINE Arbeitgeber sein!
Schein-Subunternehmen verbieten! Schluss mit der organisierten Verantwortungslosigkeit! Direktanstellung JETZT!
Kurier*innen und ihre Vertreter*innen haben wiederholt öffentlich auf die branchenweite organisierte Verantwortungslosigkeit hingewiesen, zuletzt bei der Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Berliner Abgeordnetenhauses am 5. März 2026
Wer unterstützt?
Quelle: youtube.com (Minute 12:07)
„Wenn vielen Menschen eine gute Anstellung versprochen wird, sie aber in der Realität etwas ganz anderes erleben, nämlich dass sie ohne Krankenversicherung, ohne soziale Absicherung, ohne Arbeitsschutz dastehen und statt einer fairen Bezahlung häufig nur einen Hungerlohn kriegen – wie wir gehört haben, oft noch nicht mal den –, dann ist das eine falsche Entwicklung. Da müssen und werden wir handeln.„
Quelle: youtube.com (Minute 26:49)
„Laumann pocht auf Direktanstellung von Essenslieferanten“
Leitlinie seiner Politik sei, dass der Wettbewerb zwischen den Unternehmen nicht zulasten der Arbeitnehmer, also „nicht durch das Drücken der Löhne“, erfolgen solle und die „Kernaufgaben eines Unternehmens von Menschen erledigt werden sollten, die dort fest angestellt sind“.
Auch bei Lieferdiensten für Lebensmittel leisteten ganz klar die häufig auch bei Subunternehmen beschäftigten Lieferanten die Kernaufgabe des Unternehmens – nämlich das Essen zu liefern.
Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK), initiert von Cansel Kiziltepe (SPD):
- Die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder stellen fest, dass die Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit, insbesondere bei Essenslieferdiensten, oft durch befristete Verträge, niedrige Vergütungen und eine starke Abhängigkeit von digitalen Plattformen gekennzeichnet sind.
- Sie stellen mit Besorgnis fest, dass Essenslieferdienste zunehmend komplexe Strukturen von Subunternehmern nutzen, was die Schaffung fairer Arbeitsverhältnisse erheblich erschwert.
- Die besondere Sorge der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder gilt in diesem Zusammenhang den häufig aus dem Ausland stammenden Beschäftigten. Die Länder sehen daher die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen in diesem Arbeitsmarkt flächendeckend zu verbessern und verbindliche Mindeststandards sicherzustellen.
- Die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder fordern daher die Bundesregierung auf, ein Direktanstellungsgebot für Plattformbeschäftigte im Bereich der Essenslieferdienste gesetzlich zu verankern.
- Die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder bitten hilfsweise zu prüfen die Regelungen aus dem Paketbotenschutzgesetz auf die Essenslieferdienste zu übertragen.
„Zusammen mit unserer Fraktion Die Linke habe ich einen Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht in dem wir die schnelle und strenge Umsetzung der Platzformrichtlinie fordern.„
„Die großen Plattformen müssen für ihre Subunternehmen haften.“
„EU-Plattformrichtlinie umsetzen, Direktanstellungsgebot einführen.“
Am Dienstagmittag stellte die Linke um ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp vor dem Roten Rathaus ihre Idee vor, die Zertifizierung der Plattform-Unternehmen künftig durch die Stadt vorzunehmen. „LieFair Berlin“, ein Gütersiegel für faire Lieferarbeit soll dabei den Kund:innen Orientierung bieten und dadurch dazu beitragen, den bis zu 15.000 Berliner Angestellten der Lieferplattformen bessere Arbeitsbedingungen zu bieten. Alle zwei Jahre sollen dafür Daten erhoben und das Siegel vergeben werden. Veröffentlicht werden dann auch jene Firmen, die die Anforderungen nicht erfüllen. Eralp fordert: „Die ausbeuterischen Verhältnisse sollen endlich aufhören.“
Ein Hauptproblem für die Angestellten der Branche ist die Auslagerung ihrer Arbeit an Subunternehmen, zu mitunter vollends deregulierten Bedingungen, ohne Verträge, Versicherungen und mit Bargeldauszahlung, berechnet pro Lieferung.
Quelle: instagram.com
Quelle: youtube.com
„Diejenigen, die auch jetzt bei Schnee und Eiseskälte Essen ausliefern, müssen endlich konsequent vor Ausbeutung geschützt werden“, sagt der Sprecher für Arbeitsrecht der Fraktion, Pascal Meiser, t-online. Er beklagt „in Teilen sogar mafiöse Strukturen“ bei den großen Essenslieferdiensten. „Man fragt sich, was bei Wolt, Uber Eats und Lieferando noch alles passieren muss, bis die Bundesregierung auch hier handelt.“
Die Abgeordneten kritisieren in dem Antrag: „Das Geschäftsmodell vieler Plattformunternehmen stützt sich systematisch auf atypische und prekäre Beschäftigungsformen. In weiten Teilen der Branche werden dabei reguläre Arbeitsverhältnisse durch den Einsatz von Subunternehmen oder durch eine nur scheinbar selbstständige Tätigkeit umgangen.“
„Was verrückt klingt, ist leider bittere Realität in dieser Branche. Und damit muss endlich Schluss sein!“
Quelle: youtube.com



Quelle: tiktok.com

Wer ist das LWC?
Das Lieferando Workers Collective (LWC) ist die größte selbstorganisierte Vertretung von mehrheitlich migrantischen Kurier*innen in Deutschland. Bei Lieferando Berlin vertreten wir 1.500 Kurier*innen und auch viele bei Wolt, UberEats und immer mehr SCHEIN-Subunternehmen. 80% des deutschen LieferApp-Plattform-Geschäfts macht Lieferando. Das LWC vertritt circa 30% der Kurier*innen bei Lieferando. Über 90% der Bestellungen liefert Lieferando nicht selbst aus. Wir gehen davon aus, dass bald jede 2. Lieferando Bestellung in Deutschland, die Lieferando’s eigene Logistik ausführt, von einer Kurierin ausgeliefert wird, die direkt oder indirekt vom LWC unterstützt oder vertreten wird. Ihr bestellt, wir liefern!
Das Lieferando Workers Collective (LWC) ist die größte selbstorganisierte Vertretung von mehrheitlich migrantischen Kurier*innen in Deutschland. Bei Lieferando Berlin vertreten wir 1.500 Kurier*innen und auch viele bei Wolt, UberEats und immer mehr SCHEIN-Subunternehmen. 80% des deutschen LieferApp-Plattform-Geschäfts macht Lieferando. Das LWC vertritt circa 30% der Kurier*innen bei Lieferando. Über 90% der Bestellungen liefert Lieferando nicht selbst aus. Wir gehen davon aus, dass bald jede 2. Lieferando Bestellung in Deutschland, die Lieferando’s eigene Logistik ausführt, von einer Kurierin ausgeliefert wird, die direkt oder indirekt vom LWC unterstützt oder vertreten wird. Ihr bestellt, wir liefern!
Das Lieferando Workers Collective (LWC) ist die größte selbstorganisierte Vertretung von mehrheitlich migrantischen Kurier*innen in Deutschland. Bei Lieferando Berlin vertreten wir 1.500 Kurier*innen und auch viele bei Wolt, UberEats und immer mehr SCHEIN-Subunternehmen. 80% des deutschen LieferApp-Plattform-Geschäfts macht Lieferando. Das LWC vertritt circa 30% der Kurier*innen bei Lieferando. Über 90% der Bestellungen liefert Lieferando nicht selbst aus. Wir gehen davon aus, dass bald jede 2. Lieferando Bestellung in Deutschland, die Lieferando’s eigene Logistik ausführt, von einer Kurierin ausgeliefert wird, die direkt oder indirekt vom LWC unterstützt oder vertreten wird. Ihr bestellt, wir liefern!
LIEFERANDO WORKERS
COLLECTIVE POWER!
LWC Berlin Streik-Versammlung gegen Schließungen und die Auslagerung an kriminelle SCHEIN-Subunternehmem am 27. 09.2025
UnionBusting Strategie: Auslagerung während Betriebsratswahlen, 25. März 2025
Protest gegen Lohnklau von Wolt, LWC Berlin am 5. April 2023
Quelle: instagram.com







